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"Restex" gegen RLS !!!
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- Therapie des RLS durch Medikamente



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eulenspiegel


 

"Restex" gegen RLS !!!, 1.Mar.2003 07:00


Hallo zusammen,

wie man hier auch immer wieder lesen kann ist das Medikament "Restex" wohl einen der am häufigsten verschriebenen Medikamente gegen RLS. Nicht jedem hilft´s, aber vielen!

Eines nur als Warnung, was mir heute eine Fachärztin gesagt hatte in punkto "Maximal-Dosis von Restex"

400 - 600mg tägl. sollten nicht überschritten werden, das sonst "Restex" die RLS sogar verschlimmern kann. Ausdehnung auch auf die Arme sind bekannt, und das wünsche ich keinem von Euch.

Was ich bisher auch nicht wusste und mir keiner meiner Ärzte gesagt hatte:
Restex immer min. 1 Std. vor bzw. 2 Std. nach den Mahlzeiten einnehmen. Da es ansonsten mit der Eiweissaufnahme reagiert und keinerlei Wirkung erziehlt.

Übrigens: Restex ist kein klassisches RLS-Medikament, sondern kommt aus der Parkinson-Forschung. Seine Wirkung bei RLS wurde nur zufällig enddeckt. Es ist aber eines der wenigen, wenn nicht sogar das einzige, was in Deutschland als RLS-Medikament eine Zulassung hat.

Sorry das klingt alles sehr altklug und Ihr wisst das vielleicht schon. Für den einen oder anderen ist es aber vielleicht dennoch neu.

Gruß Eulenspiegel
 
   
Hans


 

RE:, 1.Mar.2003 23:31


hallo eulenspiegel
genau gesagt ist restex nichts anderes als madopar. madopar ist schon lange zur behandlung von parkinson auf dem markt. der hersteller hat sich lediglich die mühe gemacht, den namen zu ändern. inhalt und verpackung von restex entspricht exakt der von madopar.
zur dosierung ist noch anzufügen, das die max. dosis 800mg nicht überschreiten sollte. ich selbst war bis vor kurzem dennoch bei 1600mg . erst als ich einen dopaminargonisten namens cabaseril in einer dosis von 2 x 2mg genommen habe, konnte ich madopar auf 400mg herunter schrauben.
nun noch etwas zu den nebenwirkungn. ich selbst habe madopar (restex) eingenommen, wann immer es nötig war. also nicht wie beschrieben unbedingt 1 stunde vor den mahlzeiten. die wirkung war immer gleich: ruhe in den beinen. sonstige nebenwirkungen keine. leider stellt sich nach langjähriger einnahme ein rebound-effekt ein, so das selbst in hoher dosierung keine wirkung mehr erzielt wird. dann bleibt nur der umstieg auf andere medikamente.
dies wollte ich nur einmal ergänzend zu deinen angaben schreiben.

gruß hans
 
   
Ute


RE:, 4.Mar.2003 08:53


Hallo eulenspiegel,grüß dich Hans,
ich habe weder von Restex noch von Cabaseril auch nur ansatzweise die Höchstdosis eingenommen,d.h. ich bin immer relativ niedrig in den Dosierungen geblieben und habe trotzdem den sogenannten rebound-effekt erlebt.Ich habe mitlerweile RLS auch in den Armen und ganz,ganz schlimm.Ich bin mir deshalb nicht sicher ob das was oft als rebound-effekt beschrieben wird nicht ganz einfach eine "normale"Verschlimmerung der Krankheit ist.Ich habe RLS inzwischen seit 25 Jahren und es hat ja damals auch relativ harmlos angefangen und ist erst seit wenigen Jahren so unerträglich.Auch all die "Spontanheilungen" die auf irgendwelche Mittel und Maßnahmen zurückzuführen sind, könnten genausogut nur eine längere Pause bedeuten(würde allerdings jedem wünschen,daßes nicht so ist).Ich war früher auch zwischendurch oft längere Zeit symptomfrei.
Gruß Ute
 
   
gerlinde


 

RE:, 27.Mar.2003 18:39


Hallo,ihr drei,

wenn selbst die Ärzte die Höchstdosis derart unterschiedlich angeben, da kann ich mich nur wundern. Nach meiner Kenntnis ist die Höchstdosis 400 mg L-Dopa, es wird sogar diskutiert, ob es nicht nur 200 mg sein dürfen. Welcher Arzt 1600 mg verschreibt, das frage ich mich echt, denn er muß sich darüber klar sein, daß er seinen Patienten auf lange Dauer damit schädigt. Was den Rebound-Effekt angeht, da kann ich eine klare Aussage treffen: es gibt ihn und er hat nichts mit einer Verschlimmerung des RLS zu tun, das habe ich bei mir selbst beobachtet. In diesem Zeitraum habe ich ein detailliertes Schlaftagebuch geführt und festgestellt, daß die Beschwerden allmählich immer mehr von der Nacht in den Tag übergegangen sind, und zwar zu Zeiten, wo ich sonst nie Beschwerden hatte. Nach Umstellung auf einen Agonisten sind diese Beschwerden zu diesen Tageszeiten wieder verschwunden. Was dabei übrigens noch herauskam ist, daß vermutlich das Retardmedikament - bei Restex die Kapseln - den Reboundeffekt mehr fördert als Standardmedikament, also die Restextabletten.

Eine Frage an Eulenspiegel habe ich noch: warum fängst du zu jeder Diskussion ein neue Reihe an - auf diese Weise haben wir bald wieder die gleiche Unübersichtliche Form des Forums wie vorher. Der Moderator hatte ja ein paar Reihen vorgegeben - darunter könnte man entsprechend des Themas seine Frage oder Meinung eingeben. Ich habe das im Schweizer Forum gesehen, das ufert nicht so aus wie hier schon wieder. Und wenn ich zu einem Thema, beispielsweise Medikamente etwas suche, muß ich erst wieder die ganze Reihe durchgehen, ob irgendwo dazu etwas steht, statt an einer Stelle zu suchen.

Viele Grüße

Gerlinde
 
   
Ute


RE:, 29.Mar.2003 19:59


Hallo Gerlinde,
was für einen Dopamin- Agonisten nimmst du und seit wann? 200 mg Dopamin sind absolut utopisch, auf jeden Fall bei mir. Ich müsste unter einem solchen leidensdruck leben- ich würde durchdrehen. Hatte allerdings auch unter dem Dopamin- Agonisten den sogenannten Rebound- Effekt. Und wenn ich mich hier so umhöre, dann scheint alles nur begrenzte Zeit zu helfen.Wahrscheinlich weil die Ursache der Erkrankung ja noch gar nicht gefunden wurde und diese dementsprechend mangelhaft therapiert werden kann.Würde mich über Antwort freuen .Gruß Ute
 
   
gerlinde


 

RE:, 30.Mar.2003 09:17


Hallo, Ute,

seit 2 Jahren nehme ich Sifrol, vorher hatte ich ebenfalls 2 Jahre Cabaseril. Von L-Dopa auf einen Agonisten wurde ich umgestellt, weil ich anfangen mußte, mit dem L-Dopa höher zu gehen, es reichte einfach nicht mehr aus. Es stimmt, wenn die Beschwerden stärker werden und man nicht höhergeht mit L-Dopa, kann man verrückt werden, aber wenn man höhergeht, verstärken sich auf längere Sicht die Beschwerden zusätzlich durch das Medikament.
Der Wechsel innerhalb der Agonisten hat mit Nebenwirkungen zu tun. Die Wirkung von Sifrol auf die RLS-Beschwerden finde ich gut. Ich nehme 2 x 0,18 mg am Tag, diese nehme ich erst gegen Abend bzw. am Abend. Dann habe ich noch ein "Notmedikament", lange Zeit war das Nacom (auch L-Dopa), jetzt ist es Valoron.

Was ich wichtig finde, daß man mit der Medikamentenmenge sehr sorgsam umgeht. Wenn ich also steigende Beschwerden habe, gehe ich nicht gleich mit der Dosis höher, sondern versuche längere Zeit mit meiner Dosis auszukommen. Für mich ist immer ein Zeichen, daß es nicht ausreicht, wenn meine Arme anfangen, mir regelmäßig Beschwerden zu machen. Dann erhöhe ich um eine halbe Tablette und warte wieder einige Zeit ab, ob es ausreichend wirkt. Umgekehrt, wenn ich das Gefühl habe, es geht mir besser, senke ich die Menge etwas, auf diese Weise vermeide ich, ständig höher zu kommen.

Ich habe das Gefühl, daß beim Agonisten kein Reboundeffekt eintritt, aber irgendwann fangen die RLS-Beschwerden an, auf den Tag überzugehen, bei mir ist das zu so unterschiedlichen Zeiten am Tag, daß ich mit einem L-Dopa-Medi nicht mehr zurechtkam - ich hatte z.B. gerade gegessen und es ging los - da hat man keine Chance, etwas gegen die Beschwerden zu tun. Deshalb habe ich Valoron, von dem ich dann etwa 10 Tropfen nehme und das unabhängig vom Essen wirkt. Aber auch da überschreite ich die vorgegebene Menge nicht.

Ja, die Medis, die wir nehmen, sind ja eigentlich für Parkinson entwickelt worden und für uns nur eine Linderung, eine wirkliche Hilfe könnten wir sicher erst dann bekommen, wenn man endlich der Ursache von RLS auf die Spur käme. Darauf warte ich sehnlichst, weil auch bei mir ein Problem bisher unlösbar ist, nämlich das Schlafen. Was auch immer ich versuche, viele Nächte möchte ich oft am liebsten wegwerfen. Und dann folgen auf diese Nächte die verlorenen Tage, an denen mit mir nichts anzufangen ist.

Viele Grüße

Gerlinde




 
   
Christian


RE: Restex gegen RLS !!!, 21 Oct. 2010 08:15


Hat man die Ursache nicht schon gefunden? Eine zu gering ausgeprägte Substantia Nigra bzw. deren inaktivität soll doch die Ursache sein.

MfG
Christian
 
   
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